Neva Masquarade

Als Neva Masquarade (auch Neva Masquerade) wird die Point-Variante der sibirischen Katze bezeichnet. Die erste langhaarigen Katzen der Point-Variante wurden in Sankt Petersburg (Russland) in die Zucht der sibirischen Katze einbezogen. Die Varietät wurde dann nach dem Fluss Neva, an dem Petersburg liegt, und ihre ungewöhnlichen Maskenzeichnung benannt. Und so erhielt sie in Russland den Namen Newskaja Maskeradnaja. Die FIFe hat die Neva Masquarade als Schwester Rasse der sibirischen Katze anerkannt, die meisten anderen Katzenverbände sehen in ihr eine Farbvariante der sibirischen Katze. Daher ist der Rassestandard mit der der sibirischen Katze auch identisch.

Bei der Neva Masquarde sind Ohren, Schwanzspitze, Beine und Gesicht dunkel entsprechend der Grundfarbe gefärbt. Der Körper hingegen ist deutlich aufgehellt. Die Neva Masquarade wird sehr hell geboren, mit zunehmendem Alter dunkelt sie dann nach. Es kann passieren, dass eine ältere Masqarade-Katze so stark nachgedunkelt ist, dass sie nur noch an den blauen Augen und dem aufgehellten Kragen als Pointkatze zu erkennen ist.

Erwünscht ist bei der Neva Masquarade ein guter Kontrast zwischen der hellen Körperfarbe und den dunklen Points. Einheitlich gefärbt sind die Augen. Diese sind immer blau, je dunkler, desto besser.

Wie bei der Sibirischen Waldkatze üblich ist das Fell bei der Neva Masquarade im Winter lang und dicht mit üppiger Unterwolle ausgestattet, im Sommer ist es deutlich kürzer und schlichter.
Bei der Farbe ist bei der Neva Masquarade als Grundfarbe alles erlaubt, was bei der sibirischen Katze eben auch erlaubt ist. Die Färbung darf dabei sowohl als agouti (tabby, wildfarben) als auch als nonagouti (einfarbig) ausgebildet sein. Im Jahr 2002 wurde dann ausgehend von einer Cattery in Deutschland mit der Einkreuzung anderer Katzenrassen begonnen, das Ziel waren weitere Farbvarianten zu erhalten. Allerdings ist das Einkreuzen von Fremdrasen bei den Waldkatzen-Rassen unzulässig.

Die durch Einkreuzung entstandenen Katzen gelten daher als Mischlinge. Und so werden sie von den meisten Zuchtvereinen auch nicht als Sibirische Katzen anerkannt. Eingekreuzt wurde die heilige Birma aber auch die Somali. Und gerade die Einkreuzung der Somali gilt als höchst bedenklich, da mit der anders disponierten Somali bisher nicht bei der sibirischen Katze auftretende Erbkrankheiten in diese Robustrasse getragen werden könnte. Die sibirische Katze ist die einzige Waldkatzenrasse bei der Tiere mit Point-Faktor anerkannt sind.

Aussehen der Neva Masquarade

Die Neva Masquarade unterscheidet sich, abgesehen von der Maskenzeichnung, nicht von der Sibirischen Katze. Nur die Fellbeschaffenheit ist im allgemein auf Grund des markfreien Haares meist etwas weicher als bei der vollfarbigen sibirischen Katze.

Zucht der Neva Masquarade

Je nach Dachverband, Vereinsregularien und persönlicher Vorlieben des Züchters wird die Neva Masquarade eigenständig gezüchtet, d.h. es wird nur Neva Masquarade mit Neva Masquarade verpaart oder es werden auch gemischtfarbige Würfe Neva Masquarade mit vollfarbiger Sibirischer Katze gemacht. Die Katzenwelpen werden dann je nach Farbe als Neva Masquarade oder Sibirische Katze in die Zuchtbücher eingetragen.

Auch bei der Paarung vollfarbiger Eltern, welche die Pointmutation verdeckt tragen, können Point-Kätzchen im Wurf liegen. Die Point-Mutation kann über viele Generationen unerkannt weitergegeben werden. So können auch Züchter, die ausschließlich mit vollfarbigen Sibirische Katzen züchten, gelegentlich eine Neva Masquarade im Wurf haben. Heute gibt es für die Pointmutation einen Gentest, so dass Züchter einerseits solche Überraschungen vermeiden oder aber gezielt nach einem Pointträger suchen können.

Die Einbeziehung des gesamten Farbspektrums in ein Zuchtkonzept wirkt der Verengung des Genpools der Neva Masquarade entgegen und trägt zur Erhaltung der Erbgesundheit und Fitness der Rasse bei.