Sibirische Katze Haltung und Pflege

Sibirische Katzen benötigen einen gewissen Lebensraum, das ist mindestens eine Wohnung mit ausreichend Platz für ihre Plätze und mit hohem, standfestem Kratzbaum. Ein gesicherter Garten ist ideal, damit sie ihren Jagd- und Bewegungstrieb ausleben kann. Sie sollte nicht in Einzelhaltung gehalten werden.

Ihr Sommerfell pflegt die sibirische Katze allein. Im Winterfell und besonders während des Fellwechsels benötigt sie jedoch ein wenig Unterstützung. Mindestens wöchentliches Kämmen und Bürsten verhindert Verfilzungen und das verknoten von toten Haaren. Der Pflegeaufwand ist jedoch wesentlich geringer als bei der Perserkatze.

Beim Kämmen des Schwanzes, der äußerst buschig wird und auch im Sommer buschig bleibt, sollte man mit allergrößter Vorsicht vorgehen. Ausgerissene Schwanzhaare brauchen bis zu drei Jahre um wieder in voller Länge nach zu wachsen.

Gebadet werden sollte die sibirische Katze nicht. Eine Ausnahme gibt es nur, wenn die Katze so verschmutzt ist, dass sie aus eigener Kraft es nicht schafft, sich zu reinigen.

Die sibirische Katze hat zwei Mal im Jahr einen Fellwechsel. Der Winter Fellwechsel wird nicht durch die Temperaturänderung ausgelöst, sondern durch die Änderung der Tageslänge. Am Ende der Sommersaison erleben viele Sibirier dann eine Mini-Mauser.

Das Sommerfell der Sibirischen besteht nur spärlich aus Unterwolle.

Gesundheit bzw. Krankheitsanfälligkeit

Sibirische Katzen gelten als sehr robust und wenig krankheitsanfällig. Die Kätzinnen dieser Rasse gebären in der Regel problemlos. Sie gelten als hervorragende und instinktsichere Mütter. Die Aufzucht der Kitten geht bei dieser Rasse meist auch reibungslos vonstatten.

Erbkrankheiten kennt man bei dieser gesunden Rasse noch nicht. Die Einkreuzung von Fremdrassen ist jedoch ein ernst zu nehmendes Problem, hierdurch können Erbkrankheiten mit eingekreuzt werden. Daher schreibt der WCF, dass derartige Einkreuzungen fremder Rassen von der Richterkommission genehmigt werden müssen.
Es ist nicht ausgeschlossen, dass sibirische Katzen an Erbkrankheiten wie PKD (Polycystic Kidney Disease) und HCM (Hypertrophe Kardiomyopathy) erkranken.

Sibirische Waldkatze als Einzelkatze?

Wenn es gar nicht anders geht, dann kann eine Sibirische Katze auch als Einzelkatze gehalten werden. Viel besser ist es aber, wenn sie mit anderen Katzen zusammenlebt. Das kommt zum einem ihren sozialem Verhalten zu gute, entspricht außerdem ihrem Wesen und Charakter nur zu gut.

Sibirische Katze als Wohnungskatze?

Immerhin ist sie gut als Wohnungskatze zu halten, anders ist sie es angeblich aus den kalten Wintern in Sibirien nicht gewohnt. Da die Sibirische Katze aber einen großen Bewegungsdrang hat, sollte die Wohnung entweder groß genug sein und/oder genug Katzenfläche zur Verfügung haben. Natürlich freut sich die Sibirische auch über frische Luft, und wenn es nur ein gut gesicherter Balkon ist.

Da die sibirische Katze sich gerne im Freien aufhält, wäre ein Freigehege für sie ideal. Wenn sie es aber gar nicht anders kennt, dann bleibt sie auch als Wohnungskatze zufrieden. Siehe unbedingt auch: katzengerechtes Wohnen.

Kratzbaum für die sibirische Katze

Die Sibirische Katze ist zwar nicht ganz so groß wie die Main Coon, sie hat aber einen großen Bewegungsdrang. Sie klettert gerne, sie ist eine hervorragende Jägerin und sollte in der Wohnung eben auch ihr Gebiet haben. Gut wäre es, ihr einen recht großen und abwechslungsreichen Kratzbaum zu bieten, mit Aussichtspunkten. Der Kratzbaum sollte, schon wegen dem Bewegungsdrang dieser Katzenrasse, einigermaßen robust sein. Ein deckenhoher Kratzbaum wäre ideal oder ein Kratzbaum für schwere Katzen.