Fortpflanzung

Die sibirische Katze fängt bereits früh mit der Fortpflanzung an, früher als andere Katzen. Schon mit fünf Monaten sind sie fortpflanzungsfähig. Vermutlich hängt das noch mit der Ursprünglichkeit dieser Rasse zusammen, denn wilde Katzen sterben meist jung und leben unter harten Bedingungen, würden sich diese nicht ebenfalls jung fortpflanzen, gäbe es bald keine Wildkatzen.

Auch ist bei der sibirischen Katze die Größe des Wurfs im Vergleich zu den durchschnittlichen Wurf anderer Rassekatzen größer. Während Rassekatzen drei bis vier Kätzchen bekommen sind es bei der Sibirischen Katze fünf bis sechs. Allerdings ist das nur der Schnitt. Es kommt auch mal nur ein Kitten oder dann auch mal neun Kätzchen vor.

Sibirische Katzen sind ausgezeichnete Eltern. Auch die Väter helfen und kümmern sich um die Kitten, zumindest wenn ihnen der Zugang zum Nest erlaubt ist. Oft sind die Elternkatzen stark mit einander verbunden, es gibt Kätzinnen, die nur mit einem Männchen paaren. Sibirier kuscheln auch gerne und wegen ihrer Natur sollte man sie besser paarweise in der Gefangenschaft halten.

Werden die Kätzinnen nicht kastriert, so haben sie auch mit neun oder zehn Jahren noch Würfe. Allerdings ist die Kätzchen Sterblichkeit im Allgemeinen niedriger, wenn die Kätzin beim Wurf zwischen 18 Monate und 6 Jahre alt ist. Kater können mit fünf Monaten ihre ersten Nachkommen zeugen und das bis hin zu ihrem zehnten Lebensjahr. Allerdings kann eine so lange Zuchtkarriere eines reinrassigen Männchens einen allzu großen genetischen Einfluss auf die Population bedeuten. Vor allem, wenn die Rasse eher selten ist und sich die lange Zuchtkarriere der Kater nicht durch andere Einflüsse abfedern lässt.
In den frühen 1990er Jahren war die Sibirische Katze noch sehr teuer und konnte nur schwer importiert werden. Daher war damals Inzucht üblich.